Schmerzensgeld für Magnus Gäfgen: Recht so!

Heute sorgte die Nachricht für Aufruhr, dass Magnus Gäfgen, der Mörder von Jakob Metzler, nun doch eine Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 3000 Euro erhält. Der Grund dafür: Polizisten hatten Gäfgen bei der Vernehumg “unvorstellbare Schmerzen” angedroht, wenn er den Aufenthaltsort seines Opfers nicht preisgeben sollte. Zu der Entscheidung des Frankfurter Landgerichts kann es nur einen Kommentar geben: Gott sei Dank!

Hätte Gäfgen keine Entschädigung für die ihm angedrohte Folter erhalten, wäre das ein Schlag ins Kontor für unseren Rechtsstaat gewesen. Auch ein Verdächtiger oder gar Verurteilter hat Rechte, und die dürfen ihm gerade von der Staatsmacht nicht entzogen werden. Wenn hier eine massive Gewaltandrohung durch Polizisten von Richter Christoph Hefter nicht zu einem Urteil zu Gunsten des Opfers geführt hätte, wären solchen Methoden, die nichts, aber auch gar nichts mit geltendem Recht zu tun haben, Tür und Tor geöffnet worden. Sicher, die Familie des Opfers wird dies noch einmal schmerzen, und das Unverständnis in Teilen der Bevölkerung ist auch vorhersehbar gewesen, aber bei längerem Reflektieren kann es kein anderes Urteil geben, wenn die Androhung von Folter bewiesen wurde – und das wurde sie offenbar. So schmerzhaft es manchmal ist, auch die Täter haben Rechte, und das muss unbedingt so bleiben.

Alles in allem: Gute Entscheidung.

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Eine Antwort auf Schmerzensgeld für Magnus Gäfgen: Recht so!

  1. BS sagt:

    ich verstehe nicht, wie man diese Entscheidung mit einemm “Gott sei Dank” und dem vorlauteneden Text kommentieren kann !!!
    sicherlich ist es eine Errungenschaft einen Rechtsstaat geschaffen zu haben, in dem jeder Rechte hat… aber sollte doch endlich einmal damit begonnen werden diese Rechtsgeschichten zu differenzieren….Es ging in diesem Fall um das Leben eines Kindes!!!! welches das Kind nun auch noch auf tragische Weise verloren hat!! Meiner Meinung nach hat dieser Mensch mit seiner Tat jegliche Rechte verloren!!!! Ich bin gegen Selbstjustitz- auch diese Menschen sollen einen fairen Prozess und Ihre gerechte Strafe erhalten. Aber ich sehe das Verhalten der Polizeibeamten in dieser Situation als menschlich, verständlich und vieleicht auch als notwendig an.
    Die Tat des Täters ist unmenschlich und seine Forderung unverschämt. Diesen Menschen mit einer Schmerzensgeldzahlung auch noch zu belohnen, kann ich nicht verstehen. Man hätte Fehler eingestehen, die Beamten zu überlegterem Handel Mahnen…. aber wie schon erwähnt… es geht hier um eine Kinderleben …auch wie in den anderen Fällen von Kindermissbrach, vergewaltigungen und Mord sollte man überlegen wieviel Rechte man diesen Tätern zugestehen MUSS warum geschehen so viele schreckliche Taten .. auch zum wiederholtem Mal…..und … sie begehen keinen Ladendiebstahl o.Ä. – für mich haben diese Täter ihren Anspruch auf irgend welche Rechte mit solch furchtbaren Taten verloren. Ich bin selbst Mutter von 2 Kindern und fühle mit den FAMILIEN DER OPFER!!!

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